News 10/2019

Editorial... 

…die Rückfahrt mit der Bahn aus Frankfurt / Main verwöhnt nicht nur mein gutes Gewissen über die persönliche CO2-Bilanz, es schafft auch Zeit, die vielen neuen Zahlen und Vokabeln des 2. Energietages des BAFA (1.10.2019) Revue passieren zu lassen. Zum Auftakt die Erkenntnis von Herrn Herdan (Abteilungsleiter Energiepolitik des BMWi), dass wir bei unserem Jahresverbrauch von rund 2.500 Terrawattstunden zurzeit nur ca. 170 TWh aus Wind und Sonne nutzen! Also noch richtig viel Luft nach oben für die Erneuerbaren und bereits hier die Erkenntnis: Nur mit Transformation bekommen wir das nicht hin, auch nicht bis 2050. Wir brauchen den Slogan „Energy Efficiency First“!

 

Der Slogan ist auch Programm in der EU und bedeutet für uns: Bestmögliche Nutzung der Energieeffizienz nach vorn! Erst dann geht es in der Priorisierung an die „Decarbonisierung“ unserer fossilen Brennstoffe. Zumindest wird das Klimakabinett der Bundesregierung den bisherigen Deckel zum Photovoltaik-Ausbau für installierte Leistungen von 52 GW erhöhen und Windkraftanlagen dürfen jetzt bis 1.000 m an Ortschaften ran rücken. Wenn die Kommune möchte – dann auch näher. Beitragen an der Zielerreichung sollen die Bioökonomie ebenso wie das neue Erwachen der Kreislaufwirtschaft. 750 Mio. € legt der Bund raus, um in „Reallaboren“ nach neuen Lösungen forschen und entwickeln zu lassen.

 

Natürlich war auch die CO2-Steuer mit den beschlossenen 10 € / Tonne ein Thema des Events und alle Beteiligten waren sich einig, da wäre auch noch mehr gegangen. Beim internationalen CO2-Handel lagen wir weltweit 2017 allerdings noch deutlich unter 5 € / Tonne und haben 2019 erstmals die 25 € überstiegen. So schlecht sind wir mit dem Einstieg also gar nicht und immerhin bringen wir im Decarbonisierungs-Programm gerade ein Subventionspaket von 45 Mrd. € aus dem Energie- und Klimafonds für die Industrie auf den Weg.

 

Wie Prof. Eichhammer von Fraunhofer ISI berichtete, hatten wir übrigens nicht unsere, aber die Klimaziele der EU zur CO2-Einsparung bereits 2014 erreicht (EU-28, 1990-2017), bewegen uns seit 2014 aber mehr oder weniger mit einer stabilen Seitwärtsbewegung ohne weitere Verbesserung. Warum? In 2006-2016 gehören die Demographie-Entwicklung (21 MTOE = Megatonnenn Öl Äquivalent) und Lifestyle (28 MTOE) zu den neuen Verbrauchstreibern (www.odyssee-mure.eu). Letzteres hat dann etwas mit der Überlegung zu tun, ob wir die Kleinen nun doch mit dem SUV in die Schule fahren oder für die nächste Reise die Bahn benutzen wollen (ich fühle mich schon wieder gut…). Verbraucherverhalten ist das Schlagwort – wir bestimmen mit!

 

Ab 2020 bekommen wir dann für unser zu versteuerndes Einkommen noch eine weitere Entlastung. Wir können die alte Ölheizung mit 20% für die nächsten 3 Jahre gegen unsere Steuerschuld verrechnen und / oder die skalierte BAFA-Förderung für Heizungsoptimierung nutzen… oder auch nicht. Wie wir das sortieren, dass wussten die Akteure heute noch nicht genau – soll aber bis Ende des Monats (!) geklärt sein. Warum alte Gasheizungen nicht diese Vergünstigung bekommt, war nicht zu erfahren und will mir auch nicht so recht einleuchten. Es fiel der Spruch, das Erdgas wird irgendwann unsere neue Kohle…  Nun ja, irgendwo müssen wir ja anfangen!

 

In diesem Sinn …  

Herzliche Grüße aus Leipzig

Ihr André Müller

Energiedienstleistungsgesetz passiert Bundesrat 

Das neue Energiedienst-leistungsgesetzt EDL-G nach DIN 16247-1 hat den Bundesrat passiert. Demnach wird eine Bagatellgrenze von 500.000 kWh Gesamtenergieverbrauch für Unternehmen eingeführt. Aber auch Unternehmen unterhalb dieser Bagatellgrenze müssen an das BAFA ausgewählte Basisdaten zum Energieverbrauch melden. Im Anschluss an diese Meldung ist eine „Management-Übersicht“ zu erstellen, die eine kurze Übersicht zu Angaben und Maßnahmen über Einsparmöglichkeiten gibt. Offen ist noch, wie genau diese Vorgaben umzusetzen sind. Es ist ebenfalls offen, wie der „Gesamtenergieverbrauch“ definiert wird. Würde er sich am Energiebezug orientieren, wie von der Norm vorgeschrieben, wären z.B. durchgeleitete Energien an Dritte oder Kraftstoffeinsatz für auch privat genutzte PKW aus dem Verbrauch eliminierbarOb das so ist, werden wir erst aus den Durchführungsbestimmungen des BAFA erfahren. 

   Kommunales EEf-Netzwerk „Nahwärme“ ! 

 

BCC-ENERGIE hat mit mehreren Partnern nach einem gemeinsamen Verfahren kommunale Energieeffizienznetzwerke zur Entwicklung von Lösungen für effiziente Nahwärmenetze und kompatible Gebäude- und Quartierslösungen gestartet. Partner sind Netzwerkmanager zum Initiieren von kommunalen Netzwerken sowie Technologieträger zur Unterstützung einer effizienten Maßnahmenentwicklung.  

 

Ziel ist es, für Kommunen ein vergleichbares Bewertungs-Verfahren einzusetzen, dass Anforderungen vergleichbar macht und damit Synergien zur konsequenten Nutzung von Einsparpotenzialen eröffnet. Lösungsszenarien werden mit Beachtung technischer Mindestanforderungen aus Förderprogrammen des Bundes und der Länder entwickelt und erleichtern somit den Zugang zu Finanzierung und Zuschüssen.  

 

BCC-ENERGIE verbindet in diesem Vorhaben die Betrachtung von Energie- und Stoffströme und eröffnet daraus Optionen für eine regionale Kreislaufwirtschaft. Aktuelle Standorte des Vorhabens sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. 

 

Bei Interesse an diesem Vorhaben an diesem Vorhaben wenden Sie sich bitte an: andre.mueller@bcc-energie.eu 

Abwärmenutzung … 

Das Erdenwerk Wietinghausen in Norddeutschland baut auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Moorflächen Torf ab. Der gewonnene Torf wird nach dem Abbau getrocknetgedämpft und nach dem Einmischen verschiedener Nährstoffe als Bodensubstrat im Gartenbau eingesetzt.

 

Für das Dämpfen kommt ein Dampferzeuger zum Einsatz, der im Rahmen des Projektes zu erneuern war. Neu errichtet wird nun ein modulierender Weishaupt Brenner zur Sattdampferzeugung mit 2,0 t/hinkl. Feuerungsmanager, Frequenzumrichter und O2-Regelung. Es erfolgte ein Energieträgerwechsel von Öl auf Erdgas.

 

BCC-ENERGIE hat im Rahmen einer Prozessoptimierung energierelevante Komponenten identifiziert und in einem Einsparkonzept eine CO2-Reduktion von 198 t / Jahr ermittelt. Auf dieser Grundlage wurde durch das BAFA ein Projekt-Zuschuss von über 47.000 € für das Vorhaben bestätigt. Die Investition erreicht damit eine Amortisationszeit von 2,5 Jahren inkl. Förderung. 

Energieaudit bei Finsterwalder 

 

Mit einer LKW-Flotte von ca. 260 Fahrzeugen und mit 25 Standorten in Deutschland ist die FIWA AG einer der größten Logistik-Lager- und Transportunternehmen Deutschlands. Die Anforderungen an die Branche sind erheblich. Als Spezialist, u.a. für Nahrungsgüter-Transporte unterliegt das Unternehmen einer Vielzahl nationaler und internationaler Normierungen. Die konsequente Aufnahme und Auswertung telemetrischer Fahrzeugdaten sichert eine kontinuierliche Senkung des Kraftstoffeinsatzes. 

 

Zusätzlich könnte eine freiwillige Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit bei den Brummis von 95 auf 85 km/h eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 30% ermöglichen, wenn es das enge Zeitregime der Auftraggeber erlaubt! Ein interessantes Thema zum Nachdenken, auch und gerade für uns Verbraucher! BCC-ENERGIE führt für den Unternehmensverbund bundesweit ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durch und wird weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz qualifizieren.

Erfolgreiches Wiederholungsaudit ISO 50001 – was folgt nun ? 

 

Die Arevipharma GmbH hat erfolgreich und mit ausgezeichnetem Ergebnis ein Wiederholungsaudit zur ISO 50001:2011 bestanden. Aber, nach dem Audit ist vor dem Audit. Und so laufen bereits die Vorbereitungen zur Umsetzung eines umfassenden Messkonzeptes, zu dem BCC-ENERGIE eine Förderung von über 110.000 € als Zuschuss über das BAFA vermitteln konnte.  

 

Das Ergebnis der eingeführten Messtechnik ist u.a. die Grundlage für die im kommenden Jahr anstehende Rezertifizierung nach IOS 50001:2018 sowie den Normerweiterungen nach ISO 50006 und ISO 50015. Gemäß dieser neuen Normung müssen auf Basis messtechnischer Ermittlungen und statistischer Nachweise die Einflussfaktoren auf Energieverbräuche nachgewiesen und die Energieeffizienz belegbar verbessert werden. 

 

BCC-ENERGIE unterstützt Arevipharma weiterhin bei dem Aufbau eines Nachweisverfahrens (Statistische Regressionsanalyse) sowie bei der Umsetzung der erweiterten Definitionen nach der ISO 50001:2018. 

4. e7-Energiekonferenz 

Unsere 4. e7-Energiekonferenz wird unter dem Thema „Nachhaltigkeit und CO2-senkende Technologien in der Wärmeversorgung“ stehen. Was macht ein effizientes Netz aus und mit welchen Technologien sind Gebäude zu betreiben, um den Anforderungen eines wechselwarmen Netzes gerecht zu werden? Unsere Projektingenieure und Kunden berichten von gemeinsamen Erfahrungen. 

 

Gemeinsam mit der DENA wird der e7-Ingenieurverbund aktuelle Themen zur Energieeffizienz in Wärmenetzen und Anlagentechnik in Gebäuden präsentieren. Wir informieren über aktuelle Förderprogramme und kommunale Verbundprojekte.  

 

Die Veranstaltung findet am 03.06.2019 wieder im wunderbaren Ambiente der Villa 1910 im Park der Robert-Koch-Klinik in Leipzig statt. Bis zum 31.12.2019 bieten wir einen Frühbucher-Rabatt von 15 % auf die Teilnahmegebühren! 

 

Die Veranstaltung wird mit dena-Weiterbildungspunkte für Energieberater und Ingenieure bewertet. 

 

https://www.e7-gruppe.de/veranstaltungen

 

AKTUELLES ZU FÖRDERPROGRAMMEN… 

BUND | Programm: Kommunalrichtlinie 2019/06 | Begünstigte: Kommunen und kommunale Betriebe | Erhöhung der Zuschüsse um 15 % für Antragsteller in Braunkohletagebaugebieten (U.a. Lausitz, Leipzig, Halle…). 

 

BUND | Programm: KfW 201 IKK / 202 IKU – Energetische Stadtsanierung / Quartiersversorgung | Begünstigte: Kommunen und kommunale Betriebe, Unternehmen, Contractoren | Ab dem 25.11.2019 werden Tilgungszuschüsse auf 10 % verdoppelt! Zudem erfolgt die Förderung ab dem 01.03.2020 nun auch auf Basis der AGVO / Artikel 38. Für das Programm 432 Zuschuss für Quartierskonzepte und Sanierungsmanager wurde der Berichtsumfang erweitert. Wert gelegt wird auf eine qualitative und quantitative Nachweisführung der Einsparergebnisse gem. Planung. 

 

BUND | Programm: KfW 159 – Förderkredit für altersgerechtes Sanieren | Begünstigte: Eigentümer, Mieter | Mit Aktualisierung der Richtlinien werden auch vom Bauherren erbrachte Materialkosten übernommen, wenn die vom Fachunternehmen eingebaut werden. 

 

THÜRINGEN | Programm: Green Invest | bis zu 80 % Zuschuss für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Verminderung des CO2-Ausstoßes | Voraussetzung ist die Durchführung einer Energieberatung nach Vorgaben der TAB. BCC-ENERGIE ist zur Durchführung der Beratungsleistungen berechtigt. 

 

NIEDERSACHSEN | Programm: Optimierung des betrieblichen Ressourcen- und Energiemanagements | BegünstigteKMU-Unternehmen in ausgewiesenen Fördergebieten; (Anmeldeoptionen für Unternehmen außerhalb des Fördergebietes endet zum 30.10.2019) | bis zu 70 % Zuschuss entsprechend der Vorgaben des AGVO-Verfahrens bei Maßnahmen zum Einsatz erneuerbarer Energien oder Energieeffizienzmaßnahmen.  

Wir machen Projekte 

 

Fragen Sie nach… http://www.bcc-energie.eu/das-team/ 

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